Zentrumsnah und gleichzeitig idyllisch auf der Halbinsel Stadtwerder gelegen sind die beiden Wohngebäude zu finden, die Teil eines neuen Wohngebietes sind, welches seit ca. 2010 auf dem Gelände des ehemaligen Bremer Wasserwerkes zu finden ist. Der markante topografische Bezugspunkt für das Quartier ist ein von 1871 bis 1873 errichteter Wasserturm, vom Volksmund als »Umgedrehte Kommode« bezeichnet. Seine einprägsamen Formen sind untrennbar mit der Identität des gesamten Wohngebiets verbunden.

Von 2010 bis 2012 als Neubau realisiert, überzeugen die beiden Wohngebäude mit einem skulpturalen Architekturkonzept. Der gewählte Vormauerziegel mit städtebaulich vorgegebenem Rotanteil und einem dunklen Grundton unterstreicht die gewollt differenzierte Wirkung. Diese wird durch ein weiteres Detail verstärkt: Die hellen Balkonplatten, die ihre horizontalen Linien gegen die vertikale Struktur stellen.

In der klar umrissenen Grundform eines Kubus modelliert, ordnen Vor- und Rücksprünge die Wohnungsscheiben des Gebäudes, deren Aufreihung immer der gleichen Grundstruktur folgt. So wird die Individualität und Privatsphäre der einzelnen Wohneinheiten verstärkt, während das Ensemble gleichzeitig im respektvollen Miteinander harmoniert. 

Die Neubauten umfassen 56 Wohnungen und werden von der Südseite am Uferpark erschlossen, ebenso wie der Wohnbereich mit Zugang zum Balkon. Schlaf- und Arbeitszimmer mit Loggia orientieren sich in Richtung Garten. Durch große Fensterflächen dringt viel Tageslicht in die Räume, was auch das energetische Gebäudekonzept unterstreicht: bodentiefe Fensterflächen zum Süden und als Lochfassade konzipierte Glasflächen zum Norden.

Standort
Bremen
Jahr
2010-2012
Bauherr
Privat
Projektteam
Marieke Behne, Katharina Honkomp, Tanja Quandt
Photograf
Rainer Taepper
Einladungswettbewerb
2. Preis
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